sfb News | 29. 9. 2016

Energiestrategie 2050
Kurz vor der Verabschiedung im Parlament
 

 

Energiewende und Energiestrategie 2050 – Das Thema ist omnipräsent. Was kann die sfb zu diesem komplexen Thema beitragen? Erfahren Sie mit welchen Ausbildungen Sie mitten in dieses Spannungsfeld katapultiert werden. 

Im September hat der Ständerat die „Energiestrategie 2050“ behandelt. Am 30. September folgte die Schlussabstimmung im Parlament nach dreijähriger Debatte. Mit 120 zu 72 Stimmen bei 6 Enthaltungen (Nationalrat) und 35 zu 6 Stimmen bei 3 Enthaltungen (Ständerat) hat das Parlament das erste Massnahmenpaket zur Energiestrategie 2050 deutlich angenommen. Falls kein Referendum ergriffen wird, könnten bereits ab dem 1. Januar Gesetzesrevisionen Inkrafttreten und Verordnungen erlassen werden.

Trotz der Annahme der Vorlage könnte per Referendum eine Volksabstimmung erzwungen werden, über welche frühestens im Mai 2017 an der Urne entschieden würde.

Am 11. März 2011 ereignete sich die verhängnisvolle Reaktorkatastrophe von Fukushima. Zwei Monate später fällte der Bundesrat den Grundsatzentscheid, dass in der Schweiz keine neuen AKW`s mehr gebaut werden sollen. Im selben Jahr wurde dieser Entscheid vom Parlament bestätigt.

 

Als Reaktion wurde die Energiestrategie 2050 erarbeitet. Die Strategie enthält in ihrem ersten Massnahmenpaket unter anderem:

  • Eine koordinierte Energieforschung in der Schweiz (SCCER - Swiss Competence Centers for Energy Research).
  • Eine Innovationsförderung durch eine Unterstützung von Pilot-, Demonstrations-und Leuchtturmprojekten durch das BFE.
  • Eine Steigerung der Energieeffizienz, vor allem in den Bereichen Gebäudepark, Mobilität, Industrie, und Geräte.
  • Den Ausbau von erneuerbaren Energien
  • Den schrittweisen Ausstieg aus der AKW-Technologie.

Die Liste könnte noch deutlich verlängert werden. Die Diskussion um die Details, z.B. um den exakten Fahrplan des Atomausstieges, um den zukünftigen Schweizer Energie/Strommix oder um die Sanierung des Schweizer Elektrizitätsnetzes wird uns noch lange beschäftigen. Zudem stehen weitere Initiativen vor der Türe (z.B. 27. 11.2016 Atomausstiegs-Initiative; Stromeffizienz-Initiative, usw.), welche mit der Energiestrategie in direktem Zusammenhang stehen. Und letztendlich müssen nach dem ersten Massnahmenpaket weitere Massnahmen folgen, damit die Energiewende gelingen wird. Die Energiepolitik wird also noch lange weit oben in der Agenda stehen, und das ist auch gut so. Wir können in den nächsten Jahren die Weichen stellen um die Schweiz zukunftsorientiert optimal zu positionieren. Wirtschaftliche, ökologische und soziale Interessen sollten dabei gleichermassen berücksichtigt werden, damit wir eine nachhaltige Entwicklung der Schweizer Energiepolitik verwirklichen können.

Und mit „WIR“ meine ich vor allem auch unsere Studierenden, zum Beispiel aus dem Lehrgang „Energie und Umwelt“, denn sie stehen mitten in diesem komplexen Spannungsfeld. Die Technikerausbildung auf HF Stufe befasst sich detailliert mit Energiekonzepten, der Entwicklung von neuen Strategien im Bereich von Energietechnologien, insbesondere mit neuen erneuerbaren Energietechnologien, oder mit Fragen und Lösungsstrategien zu Energieeffizienzmassnahmen.

Neue Konzepte im Bereich des Gebäudeparks – vom Energiemanagement bis zu vielfältigen Sicherheitsaspekten – werden im Nachdiplomstudium „Gebäudeinformatik“ vermittelt. Der  Gebäudeinformatiker befasst sich mit Systemen, Geräten und der entsprechenden IT-Infrastruktur, die mit einem übergeordneten Managementsystem (ICT/BCT) ausgestattet sind und über standardisierte Kommunikationsprotokolle Daten austauschen. Durch die digitale Vernetzung des ganzen Gebäudes, können zum Beispiel Solaranlage auf dem Dach, Wärmespeicher im Untergrund, Wärmepumpe und ein Blockheizkraftwerk miteinander kommunizieren, sodass das Energiemanagement des Gebäudes jederzeit optimiert ist.

 

Dominic Notter

Leiter Entwicklung

 

Update 4.10.2016

 


 

Techniker/-in HF Energie & Umwelt

Fakten

Dauer
6 Semester, inkl. 4 Seminare
1 bis 2 Exkursionen/Semester

Variante 1
Freitagabend 18.00 bis 21.30 Uhr
Samstag 07.30 bis 15.05 Uhr,
Einzelne Montagabende möglich 
18.00 bis 21.30 Uhr

Variante 3
Freitag, 07.30 bis 15.05 Uhr
Samstag, 07.30 bis 15.05 Uhr

Orte     
Dietikon, Zollikofen

Preise
Kosten pro Semester CHF 3800.–    
Diplomarbeit CHF 1500.–
Exklusive Englisch B1 Niveau (extern)

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Nachdiplom HF Gebäudeinformatik

Fakten

Dauer
3 Semester

Variante
Donnerstag, 07.30 Uhr bis 17.00 Uhr

Orte
Ab Februar 2017: Emmenbrücke, Zollikofen
Ab August 2017:  Dietikon

Preise
1. Semester CHF 6800.-
2. Semester CHF 6800.-
3. Semester CHF 480
0.-

Diplomarbeit CHF 1500.-

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